Hier finden Sie aktuelle Informationen zu Veranstaltungen und mehr aus den evangelischen Nachbargemeinden, mit denen wir auf dem Weg zur Gesamtgemeinde sind.


Pfarrer Klemp-Kindermann stellt sich vor

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Voraussichtlich tritt Pfarrer Klemp-Kindermann im Dezember die Pfarrstelle in Oberpleis an und möchte sich Ihnen mit diesem Text gerne vorstellen:

Liebe Gemeindeglieder in Oberpleis und der zukünftigen Gesamtgemeinde Siebengebirge,

ich freue mich, bald bei Ihnen zu sein und mit Ihnen das Gemeindeleben zu gestalten. Ich heiße Arndt Klemp-Kindermann und bin 45 Jahre alt, in Lindlar geboren und in Much aufgewachsen. Ab 1. Dezember werde ich Ihr neuer Pfarrer sein.

Ich bin gespannt auf das Miteinander in Ihrer wunderschönen Region im und am Siebengebirge, mit Ihnen, den Gemeindegliedern, in den verschiedenen Gruppen und Kreisen und auch der KiTa, aber auch mit den Kolleginnen und Kollegen der Nachbargemeinden.

Im Rhein-Sieg-Kreis bin ich aufgewachsen und kenne auch Ihren Kirchenkreis An Sieg und Rhein durch meine Studienzeit. Mein Abitur habe ich in Siegburg gemacht und dann, nach dem Zivildienst bei der Johanniter-Unfallhilfe Bonn, habe ich das Theologiestudium in Bonn begonnen. In diesen Jahren war ich auch im katholischen Pfadfinderverband tätig und habe im Jugendchor in Altenberg gesungen, Ökumene ist für mich ein wichtiger Teil christlichen Lebens.

Über eine Studienzeit in Leipzig habe ich Interesse an Ostdeutschland gewonnen und mich nach meinem Probedienst in der Eifel in Adenau auf den Weg ins Pfarramt der EKBO gewagt.

Fast zwölf Jahre bin ich nun in Brandenburg tätig und dennoch ist der Wunsch, irgendwann einmal wieder in der Nähe des Rheins und der Familie leben und arbeiten zu können, nie verschwunden. In Brandenburg habe ich zunächst zehn Jahre in der Nähe von Lübben einige Dörfer betreut. Dort hat mich die Treue der Gemeindeglieder zu ihrer Dorfkirche sehr beeindruckt. So habe den Wert des Ehrenamtes besonders schätzen gelernt.

Ein erster Ruf der alten Heimat kam, als ich meine Frau Saskia Klemp in Berlin kennenlernte. Sie stammt aus Bad Godesberg. Offenbar haben wir uns in der Fremde gesucht und gefunden und inzwischen haben wir einen sechs Jahre alten Sohn Jonathan.

Die letzten knapp zwei Jahre habe ich in Berlinnähe gelebt und gearbeitet. Teltow mit der Randlage zu Berlin war eine faszinierende Herausforderung, besonders mit der Mischung aus vielen Zugezogenen und der eingesessenen Krengemeinde. Es war eine spannende und lehrreiche Zeit, auch durch meine Mitarbeit in der KiTa der Gemeinde.

Als ich die Stellenausschreibung in Ihrer Gemeinde gelesen habe, waren wir uns als Familie einig, das könnte eine wunderbare Perspektive für uns werden, vor allem da die Menschen in der Region einladend auf uns gewirkt haben.

Wenn Sie mich fragen, was ich am liebsten mache, dann ist das bei den vielfältigen Aufgaben im Pfarramt nicht ganz einfach zu beantworten. Mein Herz brennt auf jeden Fall für Theologie und da besonders für die Fülle der biblischen Texte und den lebendigen Austausch mit Menschen über die Botschaft des Glaubens. Dabei spielen Ort und Form weniger eine Rolle: ob das am Küchentisch ist oder im Gottesdienst vor dem Altar, es muss um die Botschaft gehen!

Ich freue mich auf die kommende Zeit, die für uns unter dem Motto der Jahreslosung für 2020 beginnen möge: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Mk 9,24) Diesem Satz ist von Christus verheißen: „Alle Dinge sind möglich, dem der da glaubt.“ (Mk 9,23b)

Und das verstehe ich als Ermutigung, das Wagnis zu glauben in guter Gemeinschaft einzugehen, damit die Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam angenommen und unter Gottes Segen gestaltet werden können.

Darauf, mit Ihnen das Gemeindeleben zu verwirklichen, freue ich mich sehr.

Ihr Pfarrer Arndt Klemp-Kindermann

Losung des Tages