Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Thema Gemeindeentwicklung. Wir werden diesen Bereich ständig aktualisieren


Gemeindeversammlung März 2021

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Am 30. März abends fand eine – in der Geschichte unserer Gemeinde erste -  Gemeindeversammlung als Zoom-Konferenz statt. Mehr als 60 Interessierte und Aktive hatten sich „digital“ zusammengefunden. In einem Präsentationsteil zu Beginn gab es Informationen über das Gemeindeleben 2020 /2021, Details zum erfolgten Umbau in Stieldorf und der geplanten Sanierung der Emmauskirche sowie Informationen zum aktuellen Stand des Gemeindeentwicklungsprozesses. Der anschließende Frage-Antwort-Teil bot Gelegenheit zur Vertiefung und zum regen Meinungsaustausch.  Weitere Details finden Sie nach Verschriftlichung in Kürze auf dieser Webseite.

Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass so viele Gemeindemitglieder trotz des ungewohnten digitalen Formates die Versammlung besucht haben und danken allen Teilnehmenden herzlich für ihr Interesse und Mitwirken.

Informationen zum Prozess „Gemeindezukunft im Siebengebirge“ – Stand Anfang März 2021

Seit ca. anderthalb Jahren befinden sich die Gemeinden im Siebengebirge in Austauschgesprächen.

Unser Ziel ist der Erhalt evangelischen Gemeindelebens im Siebengebirge. Eine wichtige, aber nicht gerade einfache Aufgabe. Hier auf unserer Webseite wollen wir Sie gerne zusätzlich zu unseren Veröffentlichungen im Gemeindebrief auf dem Laufenden halten, was der aktuelle Stand der gemeinsamen Beratungen ist.

Ganz aktuell bereiten wir gerade eine, wenn auch zunächst digitale, Gemeindeversammlung für den 30.3.21 vor, in der wir auf die zentralen und bisher am häufigsten gestellten Fragen reagieren und antworten wollen. Dort sollen auch Ihre weiteren Überlegungen zur Gemeindezukunft Raum und Gehör finden.

Wir bedauern sehr, dass die Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb der Gemeinde gerade jetzt coronabedingt so stark begrenzt sind. Zusätzlich weisen wir darauf hin, dass der Prozess der Umgestaltung und Neuorientierung noch schwebend und keinesfalls abgeschlossen ist.

Vielfach wurden wir nach der Ursache und Motivation für die Schritte hin zu einem regionalen Zusammenschluss der Gemeinden befragt.

Dieser Prozess wurde nicht durch Landeskirche, Kirchenkreis oder gar einzelne Vertreter des Kreissynodalvorstandes angeordnet. Die Beschlüsse, im Siebengebirge einen regionalen Zusammenschluss der evangelischen Gemeinden zu gestalten, erfolgten von allen beteiligten Presbyterien freiwillig. Es war eine Entscheidung mit der Einsicht in die Notwendigkeit und erfolgte in dem Bewusstsein, dass - mit dem Weggang von Pfarrerin Gelhaar(Ittenbach), der Pensionierung von Pfarrer Schmitz Oberpleis) und des bevorstehenden Ruhestands von Pfarrerin Haase-Schlie - wir als evangelische Gemeinden in eine Situation kommen, in der vakant werdende Pfarrstellen aus finanziellen Gründen und pastoralem Personalmangel leider nicht mehr automatisch nachbesetzt werden.

Durch einen Zusammenschluss wird es laut Zusage durch den Kreissynodalvorstand (KSV) und die Landeskirche möglich sein, die Pfarrstellenzahl etwas höher anzusetzen, als wenn jede Gemeinde für sich bliebe und wie das bisher so laut Pfarrstellenrahmenplan von Landeskirche und Kirchenkreis vorgesehen war.

Durch den berechneten und uns vorgegebenen Pfarrstellenrahmenplan und dadurch, dass vier Gemeinden und deren Bedürfnisse zu berücksichtigen sind, ist das, was als Optionen denkbar ist, begrenzt. Konsenslösungen müssen gefunden werden und das ist schwer und manchmal auch schmerzlich. Die Rahmenbedingungen können wir leider nicht ändern, aber wir haben uns im Siebengebirge dazu entschieden, diesen Umständen aktiv zu begegnen und die „Spielräume“ gemeinsam und selbständig zu gestalten. Die Erarbeitung von denkbaren Wegen und Modellen erfolgte bisher in einem Wechsel von Steuerungsgruppe, die aus je einem Presbyteriumsmitglied und einem Pfarrstelleninhaber eines Bezirkes/Gemeinde unter Leitung von Pfarrer Peter Gottke(KSV) besteht und der Rückkoppelung von erarbeiteten Vorschlägen in die Presbyterien.

Die Presbyterien nehmen dieses Mandat sehr ernst, prüfen und bedenken alle Varianten in vielen Sitzungen. Dass sie es sich dabei nicht leicht machen und alle Entscheidungen so differenziert wie möglich, auf ihre Konsequenzen hin abwägen, ist auch daran erkennbar, dass diese Beschlüsse nicht automatisch einstimmig „durchgewinkt“ werden, sondern zumeist als demokratischer Mehrheitsbeschluss durchaus auch mit Gegenstimmen zustande kommen.

 

Die endgültige Entscheidung darüber, nach welchem Modell sich die künftige Siebengebirgsgemeinde bildet, steht noch aus. Im Fokus steht bei allen Überlegungen und zu treffenden Entscheidungen immer der Erhalt des lebendigen, kirchlichen Lebens vor Ort und in der Region Siebengebirge. Durch die Bündelung und Verschlankung der Verwaltungsstrukturen sollen bei den notwendigen Veränderungen mehr Ressourcen für inhaltliche, geistliche Arbeit schaffen werden.

Auch wenn die verringerte Anzahl Pfarrpersonen eine zunehmende Mobilität und Flexibilität der Pfarrer und Pfarrerinnen erfordert, ist es unser Ziel, dass die Seelsorger und Seelsorgerinnen auch künftig vor Ort eingebunden, erkennbar und ansprechbar sind.

Das Engagement und der Einsatz von Ehrenamtlichen in Gruppen, Kreisen und Ortsgremien sind dabei unverzichtbar und von uns ausdrücklich gewünscht und soll erhalten und gestärkt werden.

Wie die neu zu schaffenden Verwaltungsstrukturen letztlich aussehen, ist ebenfalls noch nicht beschlossen, weder der zentrale Sitz, als formal-juristischer und postalischer Fixpunkt, noch Besetzungen der Gemeindebüros. Von einem einzelnen, zentralen Gemeindebüro ist derzeit überhaupt nicht die Rede. Im Gegenteil, zum 01.04.2021 schaffen wir in Heisterbacherrott sogar Präsenzzeiten unseres Gemeindebüros und weiten die Öffnungszeiten auf den Nachmittag aus, um auch Berufstätigen den Besuch zu erleichtern. Genaue Zeiten können Sie der Homepage und dem Spektrum entnehmen. Unsere Gemeinde wird sich dafür einsetzen, in bestehende Arbeitsverhältnisse nicht einzugreifen, sondern diese fortzuführen.

 

Uns ist bewusst, dass die Langwierigkeit und der Schwebezustand gerade engagierten Gemeindemitgliedern viel Geduld und Zutrauen abverlangt. Auch von uns als Leitungsgremium verlangt das immer wieder Mut und gegenseitiges Zusprechen, dass wir miteinander auf dem Weg bleiben, um das Beste für uns und die Gemeinden im Siebengebirge zu erwirken.

Uns ermutigen dabei die ersten Schritte aufeinander zu. Es ist besser, gemeinsam neue Ideen zu entwickeln, als sich der Sorge und Angst vor der ungewissen Zukunft bei sinkenden Kirchenmitgliederzahlen und Pfarrstellen zu ergeben. Wir erleben Neugier und Freude bei den gemeinsam gestalteten und gefeierten Gottesdiensten und erhalten viele positive Rückmeldungen darauf.

Uns ist es gelungen, in überschaubarer Zeit das Format für einen gemeinsamen Gemeindebrief zu erstellen und herauszubringen, damit wir einander besser kennenlernen und informiert sind, was in den umliegenden vier Gemeinden an Angeboten und Möglichkeiten lockt.

Das für alle Kirchengemeinden erforderliche Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt wird derzeit von einer gemeindeübergreifenden Gruppe von Delegierten gemeinsam erarbeitet, und wir streben bereits die Vertiefung gemeinsamer Konfirmanden- und Jugendarbeit an.

 

Wir hoffen, Ihren Fragen und Anmerkungen auf diesem Weg ein Stück weit begegnen zu können. Halten wir Kontakt und bleiben weiterhin miteinander im Gespräch. Gerne per Mail oder auch telefonisch.

Wir werden in diesem Bereich der Webseite künftig häufiger gestellte Fragen, die wir hören, auflisten und versuchen zu beantworten. Bitte kontaktieren Sie uns

Ihre                                                                                                                   

Ute Wiedemeyer (Vorsitzende)

ute.wiedemeyer.@ekir.de

Pia Haase-Schlie (Pfarrerin, stellvertretende Vorsitzende)

pia.haase-schlie@ekir.d

Ute Krüger (Pfarrerin)

ute.Krueger@ekir.de


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