Wer sind wir?

Die Vereinigung Äthiopisch-Deutscher Christen (VÄDC) hat sich zum Ziel gesetzt, den christlichen Glauben durch Gründung von Gemeinden zu verbreiten und junge Gemeinden in Äthiopien bei ihrem Aufbau zu helfen. Wir unterstützen den Aufbau von Gemeindezentren, Kindergärten, Schulen und sonstiger Infrastruktur und sorgen für den Lebensunterhalt der Lehrer und Prediger vor Ort. Neben der Missionierung und der Vermittlung schulischer Grundkenntnisse soll den Menschen in Äthiopien geholfen werden, nach Jahren des ethnisch bedingten Zwistes wieder zu einer verantwortungsbewussten Gemeinschaft zurückzufinden. Ebenso sollen in Deutschland lebende Äthiopier/innen durch Gemeindegründungen dem christlichen Glauben zugeführt werden.

Mit dieser Seite möchten wir Ihnen unsere derzeitigen Projekte vorstellen. Wir sind in engen direkten Kontakt mit jeweiligen Gemeindeverantwortlichen vor Ort, die "ihr" Projekt weitgehend eigenverantwortlich durchführen, und die uns per Brief, Fotos und Rechnungsbelege über die Projekt-Fortschritte am laufenden halten.

 

Waketiyo:
In Waketiyo wurde mit unserer Hilfe ein Gemeindehaus, Kindergarten und ein landwirtschaftlichen Betrieb einschließlich Bewässerungsanlage aufgebaut. Mit Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde Stieldorf-Heisterbach in Königswinter des letzten Jahres konnte das Areal um eine kleine Grundschule erweitert werden. Waketiyo ist inzwischen ein "Selbstläufer", d.h. die Gemeinde finanziert sich selbst, und erfreut sich steigender Mitgliederzahlen. Lediglich die beiden Prediger bzw. Lehrer bekommen von unserer Vereinigung ein monatliches Gehalt von € 25, so dass sie sich ausschließlich um die Gemeinde kümmern können.

 

 

         

 

 

Kobo Tomsa:
Dieses Jahr konnte auch das Gemeindehaus in Kobo Tomsa, ca. 120 km südöstlich von der Hauptstadt Addis Abeba entfernt, fertigestellt werden. Die Botschaft Jesu Christi erreichte die Gegend zwar schon vor 30 Jahren, aber die Bevölkerung blieb weitgehend bei ihren animistischen Naturreligionen. Die wenigen Christen vor Ort trafen sich sonntags unter schattigen Bäumen, wo sie das Wort Jesu Christi lehrten . Für die anderen Bewohner war dieser Treffpunkt ein Beweis dafür, dass die Christen, genau wie sie selbst, auch Bäume und Steine anbeteten, und somit keinen großen Unterschied zu ihrer Religion sahen. Über die Mutterkirche Meserete Kristos in der 30 km entfernten Stadt Nazareth wurde vor 2 Jahren an mich die Bitte heran getragen, der dortigen Gemeinde beim Bau eines Gemeindehauses zu unterstützen. Inzwischen ist es fertiggestellt, auch die Inneneinrichtung ist teilweise schon vorhanden.

 

Dieses Bild zeigt das gesamte Gelände mit Gemeindehaus und Unterkunft für den Wächter. Während der Woche wird das Haus als Kindergarten genutzt, um auch die Nachkommen im christlichen Glauben heranzuziehen. Es ist geplant, einen weiteren Bau als Grundschule zu errichten. Seit Fertigstellung des Gemeindehauses erlebt die Gemeinde ein erfreuliches Wachstum. Auch die vorher skeptischen Menschen animistischen Glaubens sind beeindruckt von dem Gebäude aus festen Steinen, und strömen, anfangs aus Neugier, zu den Gottesdiensten. Der Prediger in Kobo Tomsa ist zuversichtlich, dass gerade diese Skeptiker bald die Botschaft Jesu Christi verstehen und Erfüllung in der christlichen Gemeinschaft finden werden.

 

 

Dieses Bild zeigt die Gemeinde beim Gottesdienst im neuen Gebäude. Die Kinder sitzen vorne auf dem Boden, für die Erwachsenen sind schon Sitzbänke vorhanden. Auch dieses Projekt wurde zu einem großen Teil aus Spenden der Gemeinde Stieldorf-Heisterbacherrott finanziert, herzlichen Dank dafür.

 

 

 

Gefängnis-Dienst
Vor etwa 10 Jahren wurde mit dem Gefängnis-Dienst begonnen, inzwischen werden 33 Gefängnisse betreut. Es werden hier Bibeln, christliche Zeitschriften und Bücher, aber auch teilweise gebrauchte Kleidungsstücke, Seife und Medikamente verteilt.
In den Gefängnissen von Durame, Yirgalem und Hossiana haben wir auch Räume gebaut, wo die Gefangenen ihren Gottesdienst feiern und wohin sie sich zum Gebet zurückziehen können (siehe Bild, Gebetsraum in Durame).

 

 

 

 

 

 

Ich selbst besuchte Mitte letzten Jahres einige der Gefängnisse und habe mit den Gefangenen gebetet ( Frauengefängnis Hossiana). Sie machten trotz der teilweise schlimmen Verhältnisse wider Erwarten einen fröhlichen Eindruck, das Hören und Lesen Wort Gottes und das gemeinsame Gebet hat sie ihr trauriges Schicksal vergessen lassen. Oberflächlich gesehen, geht es in den ländlichen Gefängnissen recht locker zu. Im Frauengefängnis können kleiner Kinder bis 6 Jahren bei ihren Müttern bleiben, tagsüber können sich die meisten Insassen frei innerhalb des Gefängnisses bewegen, Verwandte dürfen Essen bringen. Anderseits werden viele von ihnen über viele Jahre hinweg ohne Gerichtsurteil dort festgehalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Gefängnis von Alabe sind überwiegend Moslems inhaftiert. Auch sie kommen zu den Gottesdiensten der kleinen christlichen Gefangenen-Gemeinde und hören die Worte des Evangeliums. Dieses Bild zeigt einen Gottesdienst in Alabe, wo derzeit noch kein Raum gebaut werden konnte.

 

 

 

 


Im Durame haben die Gefangenen die Gitarre meiner Tochter Tigist "geerbt", unsere Vereinigung hat Stoffe für die Anfertigung von Chor-Gewändern spendiert. Seitdem existiert dort auch ein 10-köpfiger christlicher Chor. Weiterhin wurden hier inzwischen 8 Räume als Schulklassen gebaut. Die Regierung finanziert teilweise externe Lehrkräfte, soweit diese nicht von den Insassen selbst gestellt werden können, um den Gefangenen Lesen und Schreiben beizubringen. Später soll auch ein Schulabschluss 8. Klasse erreicht werden. Einer der Gefangenen bedankte sich bei mir: "Früher wusste ich nichts, heute kann ich lesen und mit eurer Hilfe die Bibel verstehen. Ich werde mein Leben nach Gottes Geboten ausrichten. Danke dem Herrn!"


        

 

 

Kobo Litu
Kobo Litu ist nach Waketiyo und Kobo Tomsa das dritte Gemeindehaus, das wir bauen. Derzeit ist der Rohbau erstellt, je nach Spendenaufkommen kann es dann bald weitergehen. Die Gemeinde selbst hatte ihren Ursprung vor etwa 10 Jahren. Ein Mann, der seine ganze Familie durch tragische Umstände verlor, fand durch die Bibel zu Jesus Christus. In seiner Gegend herrschte als Religion ein Okkultismus, der die Menschen dort in Angst und Schrecken versetzte. Der Verlust seiner Familie lastete er den Anhängern dieses Okkultismus an. Mit dem Verstehen der Bibel verlor er seine Angst und Traurigkeit, und lud Nachbarn und Freunde in sein Haus ein, um sein wiedergefundenes Glück mit ihnen zu teilen, und natürlich Gottes Wort zu verbreiten. Im Dorf sprach sich dieses schnell herum, und es entstand eine christliche Gemeinde, die sich weder an den okkulten Gebräuchen beteiligte noch sich von diesen einschüchtern ließ. Jemand aus der Gemeinde fragte die evangelische Gemeinde in Nazareth um Hilfe für ein zu bauendes Gemeindehaus, die ihm wiederum meine Adresse hier in Königwinter gab. Und so kam es, das wir ein Projekt auch in Kobo Litu starteten.
Rohbau und Bedachung sind schon fertiggestellt. Es fehlt jetzt noch der Putz, Sitzbänke und Altar, aber mit Gottes Segen werden wir das auch noch schaffen. Wie bei den anderen Gemeindehäusern, soll es auch während der Woche für einen Kindergarten mit christlicher Erziehung genutzt werden.

 

 

 

 Misrek
Mitte letzten Jahres besuchte ich die junge evangelische Gemeine in Misrek in der Nähe der Stadt Nazareth. Die kleine Lehmhütte mit Strohdach, das sonst als Lagerhaus diente, war offensichtlich als Versammlungsort zu klein geworden, und die Gemeinde hatte damals schon mit dem Fundament für ein neues Gemeindehaus begonnen.
Die Vorgeschichte ähnelt der von Kobo Litu. Auch hier wurde von den Bewohnern ein Okkultismus praktiziert, der Angst und Schrecken verbreitete. Als vor etwa 10 Jahren die ersten christlichen Prediger in das Dorf kamen, fragten sie zuerst nach dem Wesen "deren" Götter. Sind sie auch so grausam, dass er unsere Kinder und das Vieh stiehlt und das Getreide vernichtet? Sind sie auch so unbarmherzig? Die Prediger erzählten von der Güte "ihres" barmherzigen Gottes, und fanden mit dem Evangelium aufmerksame und dankbare Zuhörer. Inzwischen haben sich fast alle Dorfbewohner vom animistischen Glauben abgewendet und sind aktive Mitglieder der christlichen Gemeinde.
Mit Hilfe unsere Spenden konnte der Rohbau soweit fertiggestellt werden. Auch hier fehlen noch Putz und Inneneinrichtung.

 

 

Weitere Projekte
Inzwischen wurden im Osten Äthiopiens 3 Weitere Projekte begonnen, an denen sich teilweise die evangelische Kirchengemeinde Oberpleis mit beteiligt hat. Dieses sind die Gemeinden in Jinka, Kurkura Wolencity und Assassa. Anfragen für Unterstützung liegen aus den Gemeinden Debre Birhan und Wonji vor.


Familie Schmidt besuchte 2006 in Äthiopien Verwandte. Bei dieser Gelegenheit wurden ein Teil der laufenden und zukünftigen Projekte besucht und reichlich Bildmaterial auf der Seite dk5ec.de/bilderkirche/aethiopien2006.html abgelegt.

Im November 2009 besuchte Fam. Schmidt erneut Äthiopien und inspizierte den Fortschritt verschiedener Projekte. Lesen Sie den interessanten Reisebericht in die Region Aboy, in der 2009 ein Brunnenprojekt realisiert werden konnte. Weitere Projekte wurden besucht, die Berichte mit Bildmaterial sind noch in Arbeit.

Wenn Sie weitere Fragen über unsere Äthiopien-Projekte haben, rufen Sie mich einfach an unter 02244-870641. Ich würde mich freuen, Sie mit reichlichen Bildmaterial und anderen Unterlagen weiter informieren zu dürfen.

Ihre Worknesh B. Schmidt
Königswinter-Thomasberg

 

Information und Verantwortliche:
Worknesh Berhane Schmidt
Tel. 02244 - 870641

Vereinigung Äthiopisch-Deutscher Christen in Deutschland e.V.
Am Härenberg 18
D 53639 Königswinter
Email: VADChristen@online.de
Telefon/Fax: +49 2244 870641
Kto: 61003646 BLZ 38650000 KrSpk Siegburg
Amtsgericht Königswinter 1VR 782
StNr. 222/5749/2165 Finanzamt Sankt Augustin

 

 

English Version (not yet completed)