Kindergartenprojekt Durame
Im November 2009 reiste Familie Schmidt nach Äthiopien, um Verwandte zu besuchen. Hierbei wurde die Gelegenheit genutzt, verschiedene Aufbauprojekte, die von Frau Worknesh Schmidt im Rahmen ihrer Tätigkeit als Vorsitzende der "Vereinigung äthiopisch-deutscher Christen in Deutschland e.V." angestoßen wurden, zu inspizieren. Dem der bereits vorhandenen Kirche bzw. Gemeindezentrums wurde das Gebäude für den Kinderarten in Zusammenarbeit mit der dortigen evangelischen Gemeinde "Kale Heywot Church" erstellt. In 2007 erklärte sich die äthiopische evangelische Gemeinde in Köln bereit, das Projekt fortzuführen; allerdings wurde deren Hilfe Anfang 2009 eingestellt, sodaß das Projekt nicht zu Ende geführt werden konnte. Seit 2009 unterstützt die evangelische Kirchengemeinde Königswinter bzw. die Kleiderkammer das Projekt auf Bitten von Herrn Tadelle Ayele, der in Ittenbach wohnt und aus der Gegend von Durame stammt. Das Projekt, d.h. Iststand und weiteres Vorgehen, wird im Folgenden anhand eines Reiseberichtes mit vielen Fotos erläutert.
Für die Autofahrt stellte Herr Tessema Wachemo, der in Addis Abeba als Übersetzer für ein kirchliche Organisation arbeitet, kostenfrei ein geländegängiges Fahrzeug zur Verfügung. Fam. Schmidt brauchte somit nur für die Benzinkosten aufzukommen. Da Durame auch in der Nähe von Ortschaften liegt, wo 2 andere Projekte von Fam. Schmidt initiiert wurden, konnten diese auch besucht werden.
Satellitenkarte von Äthiopien
Die Reise ging von Addis Abeba aus in Richtung Süden auf der Bundesstraße 9 über Hoseana nach Soddo (Woleyta), wo auch 2 Projekte besucht wurden. Soddo liegt ca. 330 km südlich von Addis Abeba. Am Abend ging es weiter auf der B41 Richtung Norden nach Durame.
Durch das Gurage-Land, ca. 200 km südlich von Addis Abeba, entlang der B9
Pause in Hoseana, Worknesh und Tochter Tigist besorgt Reiseproviant
Die Telekom in Hoseana
Ankunft in Soddo/Woleyta. Der Pastor der Gemeinde Woleyta erwartete uns im Zentrum mit seinem Motorrad. Tochter Tigist stieg um und fuhr auf dem Rücksitz mit
Ankunft beim Gemeindhaus, das 2008/2009 mit Unterstützung der Vereinigung gebaut wurde
Hier ein Problem: In der gerade beendeten Regenzeit entstand ein gefählicher Graben, der die Mauer zum einstürzen bringen kann. Wir wurden um Unterstützung für den Bau einer zementierten Regenrinne gebeten
Weiter geht es mit dem Pastor in Richtung Woleyta Land, Tigist zieht das luftige Motorrad vor
Hier ein Töpferprojekt, das von der dortigen ev. Gemeinde unterstützt wird.
die derzeitige Schule Nr.1, mit 2 Klassenzimmern. Hier soll eine Schule mit Fundament mit festen Wänden gebaut und mit Bänken und Lehrmaterial ausgerüstet werden
Klasenzimmer 1
In Klassenzimmer 2
Weiter geht es zur Schule Nr.2 Woleyta Land, überalle massenweise Kinder
Derzeit das einzige Klassenzimmer. Der Lehrer erklärt die Situation
Im Augenblick sind 70 Kinder in dem kleinen Raum
Kinder, soweit man blicken kann. Im Hintergrund Ehepaar Schmidt, in der Mitte der Lehrer
Wir verlassen Woleyta Land, fahren auf der Bundesstraße 41 gen Norden. Ankunft in Durame Stadt am Hotel, ca. 6 km entfernt von Totanke
Am nächsten Morgen ging es weiter nach Totanke, wo unser Kindergarten steht.
Ankunft in Totanke. Worknesh zwischen Tadelles Bruder und Mutter vor deren Haus.
Begrüßung durch das Presbyterium der Kale Heywort Church
Besichtigung des Geländes. Links von Worknesh der Pastor
Rückseite des Kindergartens. Hier ist ein Außenputz notwendig, sowie eine Verlängerung des Dachvorsprungs, damit der Regen die Wände nicht auswäscht
Innenansicht des Kindergartens. Auch hier wäre ein sauber Putz von Nöten
Sammlung der Sonntagskollekte in Naturalien
Der Platz vor dem Kindergarten, im Hintergrund das Gemeindhaus bzw. Kirche. Die Steine sind inzwischen wegeräumt, sie wurden für die Zementierung des Fussbodens der Kirche verwendet.
Hier ist die Toilette. Die Damentoilette ist im Vordergrund mit Vorhang. Im Hintergrund ist der Eingang für die Herrentoilette, ohne Vorhang
Frau Schmidt übergibt die Spende der ev. Kirchengemeinde Königswinter
Unser Fahrer Tessema Wachemo hält die Predigt in Durame
Die Gemeinde, im Vordergrund das Presbyterium, lauscht
Volles Haus beim Gottesdienst, links die Männer, rechts die Frauen
Der Gemeindechor singt und tanzt, Worknesh mittendrin
Die Gemeinde macht mit
Nach dem Gottesdienst wird für die Gäste aufgetischt
Alles natürlich lokale Produktion, ausgenommen die Sprite und Fanta, die in der Stadt exra besorgt wurden
nach dem Festschmaus ging es zum Haus des Pastors, vobei an der neuen Wasserversorgung. Die Kirchengemeinde hätte natürlich auch gerne Wasser, aber hierfür ist ein ca. 300 m langes Wasserrohr bis zur nächsten Anschlussmöglichkeit notwendig
Wieder vorbei am Haus von Tadelles Familie
Der Pastor mit seiner Familie, vor seinem Haus
und hier noch eimal die Pastorenfamilie, links das derzeitige Haus, rechts der noch nicht fertige Neubau
Die Inneneinrichtung des Hauses, die Laken dienen als Abgrenzung des Schlafzimmers
Der Teil des Hauses ist für die Haustiere bestimmt
und noch mal von der anderen Seite
Hier ist die Küche
noch mal die Küche, im Hintergrund das Schlafzimmer für die Kinder
Ach die Hühner brauchen ein Zuhause
die Mitte des Hauses mit zentraler Trägerkonstruktion des Rundbaus
und hier das zukünftige Wohnzimmer des Neubaus
Am Nachmittag ging es weiter in Richtung Nazareth entlang der Bundesstraße 41 und B6 über Shashamene, Ziway und Mojo
entlang der B6
auch an der B6
Pause irgendwo entlang der B6
und weiter geht's Richtung Norden
typische Wasserstelle entlang der B6
auch riesige Gewächshäuser gibt es, meist unter holländischere Leitung, für den Blumenexport
und hier in Ziway schauen uns die Marabus zu
Wie geht es weiter in Durame?
Die bisherigen beiden Spenden der ev. Kirchengemeinde Königswinter wurden für die Fertigstellung des Gemeindhauses (Zementboden), Aufbereitung der Spielfläche des Kindergartens und für die Grundversorgung des Pastors (€20 / Monat) verwendet.
Um den Betrieb es Kindergartens wieder voll aufnehmen zu können, müssen Tische für die Lehrer und Sitzbänke für die Kinder sowie weiteres Lehrmaterial (Tafeln, Bleistifte und Hefte) beschafft werden. Die Lehrkräfte wurden bereits angestellt, sie werden die Einrichtung des Kindergartens mit gestalten.
Weiterhin müssen Boden zementiert und die Wände verputzt werden. Um die Außenwände vor dem Auswaschen durch Regen zu schützen, muss auch Wellblech beschafft werden, womit der Dachvorsprung vergrößert werden soll. Eine Toilette mit festen Wänden muss auch noch gebaut werden. Hinzu kommennoch die Transportkosten für die Materialien, die in der 6 km entfernten Stadt Durame besorgt werden können.
Die Arbeiten werden größtenteils in Eigenleistung der Gemeindemitglieder durchgeführt. Bestimmte Facharbeiten, z.B. das Verputzen und das Fundament für die Toiletten müssen aber durch zu entlohnende "Spezialisten" durchgeführt werden. Die beiden Lehrer müssen auch mit einer Grundversorgung entlohnt werden, ca. je € 20.- /Monat.Für alle Arbeiten haben wir vom dortigen Presbyterium mit Unterstützung von Herrn Tessema Wachemo einen detaillierten Kostenvoranschlag erhalten. Die Gesamtkosen werden ca. 33.000 Birr betragen, das sind ca. € 1850 (abhängig vom jeweiligen Wechselkurs). Einen Teil hierfür wird voraussichtlich aus den Erlösen der Kleiderkammer der ev. Kirchengemeinde gespendet werden, weitere Spenden sind natürlich herzlichst willkommen.
P.S. Lesen Sie auch den interessanten Bericht über das Brunnen- und Schulprojekt Aboy, das von der ev. Kirchengemeinde Stieldorf-Heisterbacherrott unterstützt wird.